Vier Ringe, eine Geschichte - Nándor Tombor

2026. 03. 31.

Analyse und Entschlossenheit gehen Hand in Hand. Mit einem Abschluss als Elektrotechniker und einem Diplom als Maschinenbauingenieur wurde Nándor Tombor Analyseingenieur in unserem Unternehmen. Er wurde nicht nur zu einem herausragenden Fachmann, sondern zeichnete sich auch beim Aufbau der Bereiche für Analyse aus. In seiner Arbeit spielen E-Motoren die Hauptrolle, in seiner Freizeit jedoch jagt er auf Rennstrecken voller Benzindampf der Geschwindigkeit hinterher.

Wie und wann bist du zu Audi Hungaria gekommen?  

Ich habe mich 2015, noch während meines Studiums als Praktikant bei dem Unternehmen beworben. Ich landete in dem Bereich Qualitätssicherung der Global Motoren und arbeitete mit einem Analyseingenieur zusammen – und damit war meine Zukunft besiegelt. Ich stand vor beruflichen Herausforderungen und Lösungen, die mich alle Möglichkeiten in der Analyse sehen ließen. Deshalb freute ich mich besonders, als man einen Analyseingenieur für Elektroantriebe suchte. Nach zwei Jahren Praktikum bewarb ich mich erfolgreich um diese Stelle und legte meine Diplomprüfung bereits als Audianer ab.
 

Wo hast du deine Studien absolviert? 

Ich habe meinen Abschluss als Starkstrom-Elektrotechniker an der Asbóth Sándor Berufsschule in Keszthely gemacht und mein Diplom als Maschinenbauingenieur an der Széchenyi István Universität erworben. Während meines Praktikums habe ich versucht, meine Kenntnisse aus den Fachbereichen Elektrotechnik und Mechanik gut zu kombinieren. Mit den hier erworbenen Analysepraktiken und Prozessansätzen habe ich dann meine Karriere als Analyseingenieur begonnen. Zur Erweiterung meiner Kenntnisse über elektrische Achsantriebe habe ich eine Ausbildung zur EFK absolviert und bin dann 2020 an die Universität zurückgekehrt, um einen Abschluss als Ingenieur für alternative Antriebe zu erwerben. Darüber hinaus habe ich im Laufe der Jahre an zahlreichen Schulungen und Weiterbildungen teilgenommen.
 

Wann hast du zum ersten Mal gespürt, dass du in dieser Position wirklich am richtigen Platz bist? 

Da ich in einem neuen Bereich angefangen habe, musste ich keine bestehenden Aufgaben übernehmen, sondern hatte die Möglichkeit, diese komplexe Rolle von Grund auf aufzubauen. Als Anfänger stand ich vor vielen Herausforderungen, aber mit der Unterstützung eines guten beruflichen Teams gelang es mir in kurzer Zeit, die Analyseprozesse zu entwickeln und die für die Arbeit erforderlichen technischen Voraussetzungen zu schaffen. Durch die ständig aufkommenden Themen habe ich mir immer mehr Wissen angeeignet, was uns ermöglichte, noch detailliertere Analysen durchzuführen. Ich verdanke viel der Motivation und der professionellen Einstellung meiner direkten Kollegen, denn innerhalb weniger Jahre haben wir bereits Motoranalysen für Partnerbereiche durchgeführt und in mehreren Themenbereichen Unterstützung geleistet. Hier habe ich zum ersten Mal gespürt, dass wir eine Schlüsselposition im Bereich der elektrischen Achsantriebe einnehmen. Das hat sich für mich auch dadurch bestätigt, dass ich mehrere Audianer als Konsulent bei ihrer Diplomarbeit unterstützen und mich mehrfach an der Bewertung von Diplomarbeiten beteiligen durfte. Darüber hinaus hat es mich sehr gefreut, dass ich im letzten Jahr gebeten wurde, im Rahmen des Fachs „Qualitätssicherung in der Praxis” als Lehrbeauftragter zu unterrichten. In diesem Kurs konnte ich meine Erfahrungen aus dem realen industriellen Umfeld im Bereich der Elektroantriebe an die Studierende der Universität Győr weitergeben. 
 

Kannst du ein Projekt aus deiner bisherigen Arbeit hervorheben, das für dich besonders wichtig ist? 

Ich würde gleich zwei Projekte hervorheben. Das erste ist die Analyse der C-BEV-Motorenfamilie, die ich vom Start bis zum Ende des Projekts begleitet habe. Hier habe ich von Grund auf einen Analysebereich für die Untersuchung von elektrischen Achsantrieben aufgebaut, und dabei habe ich mich neben der Motoranalyse auch mit der Entwicklung und Beschaffung mehrerer Prüfgeräte beschäftigt. Es ist uns gelungen, Lösungen für zahlreiche Probleme zu finden und damit die Qualität unserer Produkte zu verbessern. Wir haben mehrere Bereiche bei der Durchführung von Analysen unterstützt. Dazu gehörte auch die Zusammenarbeit mit unseren Kollegen in Ingolstadt, wo wir unter Werkstattbedingungen einen Motorenbau eingerichtet haben. Aufgrund unseres Fachwissens und unserer Kenntnisse über Motoren beschäftigen wir uns bis heute mit diesem Typ.

Den Start meiner Karriere als Analyseingenieur verdanke ich meiner Arbeit am C-BEV e-tron-Antrieb, hinzu kamen später auch Kenntnisse über den Elektroantrieb Premium Platform Electric (PPE). Und hier komme ich zu meinem nächsten Projekt, das ich hervorheben möchte und das für mich einen Meilenstein darstellte: Die Errichtung des Analysezentrums für alternative Antriebe. Die Planung und Einrichtung eines Bereichs, in dem alle Voraussetzungen gegeben sind, um eine vollständige Analyse eines Antriebs auf hohem Niveau durchzuführen. In einer Struktur, in der die Erfahrungen aus der Vorserie, der Serie und den von den Kunden zurückgegebenen Motoren zusammen verarbeitet werden. Die Bauweise des PPE-Antriebs stellte eine neue Herausforderung dar, bei der ich für die Entwicklung der Untersuchung der magnetischen Feldstärke des Rotors zuständig war. Diese Anlage ist auch auf der Ebene der AUDI AG einzigartig.
 

Wir wissen von dir bereits, wie das Analysezentrum am besten funktionieren kann. Aber was braucht man, um in dem Beruf der Beste zu sein? 

Kreativität und Motivation sind sehr wichtig, ebenso wie gegenseitiger beruflicher Respekt gegenüber den Kollegen. Aber vielleicht ist es am wichtigsten, entschlossen zu sein. Entschlossenheit braucht man, um zu versuchen, beruflich alles zu lernen. Obwohl ich Starkstromelektrotechnik studiert habe, musste ich viele zusätzliche Schulungen absolvieren, um Elektromotoren untersuchen zu können. Und das ist nur die Elektrik, zur Geschichte gehört aber auch die Mechanik, für die das Gleiche gilt. Man muss auf jedes kleine Detail achten, um dann in Zukunft darauf aufbauen zu können.
 

Wie stellst du dir die Zukunft vor?  

Ich möchte weiterführen, was ich bisher aufgebaut habe. Ich weiß ja, dass das Analysezentrum hervorragend ausgestattet ist, aber ich habe immer Ideen, wie wir es weiterentwickeln können. Ich versuche, den Bereich zu koordinieren, und da sich der Markt für Elektroautos dynamisch entwickelt, möchte ich fachlich auf dem neuesten Stand bleiben und neue Möglichkeiten erschließen. Wir befinden uns auf der Zielgeraden des MEBeco-Projekts, das neue Herausforderungen und Chancen mit sich gebracht hat. Mit unserem Analysezentrum möchten wir innerhalb des Konzerns mit den Standorten zusammenarbeiten, die Elektromotoren fertigen, worauf wir aufgrund unserer einzigartigen technischen Ausstattung und unseres herausragenden Fachwissens mit Recht vertrauen können. 
 

Wie entspannst du dich? Hast du Hobbys? 

Ich fahre Fahrrad, spiele Squash, gehe zum Training und bin ein Liebhaber der italienischen Küche, was sich in der Zubereitung von neapolitanischer Pizza zeigt! Am meisten entspannt mich das Motorradfahren, das seit meiner Kindheit Teil meines Lebens ist. Ich bin bereits in mehreren Kategorien an den Start gegangen, aber die echte Herausforderung für mich ist derzeit der Flat Track. In dieser Kategorie geht es um Geschwindigkeit und Präzision, und ich trete sowohl bei nationalen als auch bei internationalen Rennen an. Das ist eine interessante Dualität in meinem Leben, denn während das Rennsport vom Benzindampf geprägt ist, spielt in meiner Arbeit der Elektroantrieb die Hauptrolle!

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